Bioenergie-Weserbegland
Windenergie



Den frischen Wind nutzen

Damit ist heute und auf absehbare Zeit die Windenergie vor der Wasserkraft (im Jahr 2008: 3,4%, 20,9 Mrd. kWh Stromerzeugung bei 4.740 MW installierte Leistung) die bedeutendste erneuerbare Energiequelle in der Stromerzeugung. 

In Deutschland wird zurzeit nur ein Bruchteil des natürlichen Potenzials der Windenergie genutzt.

Windenergieanlagen können in allen Klimazonen, auf See und in allen Landformen (Küste, Binnenland, Gebirge) zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Gerade Standorte im Binnenland, z.B. in den Mittelgebirgen, sind noch nicht erschlossen. Ihre Erträge sind mit guten Küstenstandorten vergleichbar.

Rasante Leistungssteigerung

Durch den technischen Fortschritt hat eine rasante Leistungssteigerung bei den Windenergieanlagen eingesetzt. Im Jahr 1980 waren noch Windenergieanlagen mit einer Leistung von 30 Kilowatt Standard, so werden heute serienmäßig 2 bis 3 Megawatt angeboten. Diese Anlagen produzieren jährlich Strom für rund 1.400 Haushalte. Die Windanlagen der neuesten Generation liegen bei einer installierten Leistung von 6 bis 6,5 Megawatt und stellen das derzeitig machbare da.

Deshalb: Alte Windenergieanlagen ersetzen

Das größte Ausbaupotenzial  liegt im ersetzen der alten Windenergieanlagen durch neue, leistungsfähigere Anlagen, was als „Repowering“ bezeichnet wird. Es bedeutet, dass immer weniger, aber leistungsstärkere Windenergieanlagen immer mehr Strom erzeugen. Diese Anlagen besitzen Nabenhöhen von 100m bis 120m, wobei jeder zusätzliche Meter Nabenhöhe ca. ein Prozent mehr Ertrag bringt.

Auch der weitere Ausbau der Windenergieanlagen auf See, den so genannten „Offshore-Windparks“ erschließt zusätzliches Potenzial. Bis 2030 sollen dort bis zu 25.000 Megawatt Windenergie-Leistung ausgebaut werden.

Weniger wird mehr

In Zukunft wird mehr Windstrom mit weniger Anlagen erzeugt und die Prognosen bis 2030 sehen vor, dass 15.000 Windenergieanlagen an Land und 5.000 Windenergieanlagen auf See ca. 45% des deutschen Stromverbrauchs produzieren.

Vorteile der regionalen Wertschöpfung

Die Windenergie sorgt auch für regionale Wertschöpfung, da sie in vielen strukturschwachen Gebieten die Wirtschaft belebt. Sie schafft Arbeitsplätze, erhöht die Kaufkraft, bringt Gewerbesteuern in die kommunalen Haushalte und stärkt landwirtschaftliche Betriebe, die sich mit der Windstromproduktion eine zusätzliche Einkommensquelle erschließen. Investitionen und Energieausgaben fließen nicht mehr ab, sondern bleiben in der Region.                   

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